Samstag, 11. November 2017

Feuerwehr und Polizei zu Gast in der Bibliothek

Immer wenn sich die Feuerwehrleute eine Pause gönnen,
klingelt schon wieder das Telefon...
smh - Eben noch waren wir alle ganz aufgeregt, und nun ist sie schon vorbei, die diesjährige Erzählnacht zum Thema "mutig, mutig". Wir hatten auf etwas mehr Publikum gehofft, aber die, die da waren, haben den Abend sichtlich genossen.

Und schon wieder hat der kleine Meyer seine Stulle vor allen andern aufgegessen.
Zuerst haben Angelika Wegmüller und ich Geschichten zu Feuerwehr und Polizei vorgelesen. Hier war die Schwierigkeit, dass die Geschichten nicht zu lang sein durften, und gleichzeitig für Kinder ab 5 als auch für etwas ältere interessant sein sollten. Ausserdem wollten wir gern ein möglichst realistisches Bild vermitteln.

Auf zum nächsten Einsatz!
So las ich zwei Geschichten aus "Kleine Polizei-Geschichten zum Vorlesen" von Rüdiger Bertram, während meine Kollegin das Bilderbuch "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" von Hannes Hüttner und Gerhard Lahr sowie eine kurze Geschichte zu "Feuerwehrfrauen" aus den "Feuerwehrgeschichten" von Beatrix Mannel wählte.

Jessica Lima Henrique und Maria Krekels am Buffet
 Das Pausen-Buffet mit den vielfältigen Backwaren, von den Mitarbeitenden der Bibliothek zur Verfügung gestellt, war natürlich ein grosser Erfolg.

Der Feuerwehr-Grittibänz fand grossen Anklang
Danach waren wir alle bereit für den Höhepunkt des Abends. David Rüfenacht von der freiwilligen Feuerwehr Zuchwil und Pascal Studer von der Kantonspolizei Solothurn, stellten sich den Fragen der Kinder und Erwachsenen. Dabei ging es teilweise sehr lebhaft und chaotisch zu, die Kinder überschlugen sich mit altklugen und phantasievollen Fragen, und auch die Erwachsenen vergassen ob der spannenden Ausführungen die Zeit.

Der Feuerwehrmann erklärt seine Ausrüstung.
Rechts im Bild Nicole Junod aus der Kijubi.
Zum Abschluss erhielten alle Anwesenden ein Velo-Licht und einen Leuchtstreifen geschenkt - sehr passend zur dunklen Jahreszeit.

Wie verhalte ich mich am Besten in einer gefährlichen Situation?
Sind Menschen, die gegen Feuer und Verbrechen kämpfen mutiger als andere?
Können Frauen das auch machen?
Ein alter und ein neuer Feuerwehr-Helm

Mittwoch, 8. November 2017

Erzählnacht zum Thema "mutig, mutig": Feuerwehr und Polizei zu Gast in der Bibliothek!


smh - Diesen Freitagabend ist es wieder soweit! Wir laden zur Erzählnacht in unsere Bibliothek ein. Wenn der Abend so spannend wird, wie die Vorbereitungen dazu, dann brauchen wir uns nicht zu sorgen.

Wir hatten nämlich die Idee, im Zusammenhang mit dem Thema "mutig, mutig" Menschen aus "mutigen" Berufen zu uns einzuladen. Sehr schnell erhielten wir die Zusage von einem Feuerwehrmann, der sich den Fragen der Kinder stellen möchte. Doch auf unsere Anfrage bei der Polizei erhielten wir lange keine Antwort - die Mail hat nämlich ihr Ziel gar nie erreicht! Als wir das endlich gemerkt haben, war es schon fast zu spät. Doch wir haben Glück: die Polizei zeigt sich als echter Freund und Helfer und schickt am Freitag Abend tatsächlich einen Polizisten vorbei.

Im ersten Teil des Programms werden die Kijubi-Bibliothekarinnen kurze Geschichten zu Mut und "mutigen" Berufen vorlesen. Danach gibt es ein Kuchenbüffet, damit wir gestärkt in den zweiten Teil gehen können: dem Besuch von Feuerwehr und Polizei in unserer Bibliothek.

Das Zielpublikum für diesen Anlass sind Kinder ab 5 Jahren. Wir sind schon ganz aufgeregt und haben uns allerhand Fragen überlegt, die wir den Gästen stellen möchten.

Hier noch der Link zum Flyer, mit Angaben zu Zeit und Ort: Erzählnacht in der Zentralbibliothek Solothurn

Dienstag, 7. November 2017

Abraxas ist ein Rabe...


 

smh - Abraxas ist der Rabe aus einem absoluten Lieblingsbuch meiner Kindheit, nämlich "Die kleine Hexe" von Otfried Preussler. ABRAXAS ist auch der Name des Kinder- und Jugendliteratur-Festivals in Zug, welches am 4. und 5. November 2017 zum 7. mal stattfand.

Bei der letzten Durchführung vor zwei Jahren war ich leider verhindert, dieses Jahr habe ich es zumindest am Sonntag nach Zug geschafft. Die Teilnahme am Festival ist kostenlos! Man muss aber Tickets reservieren, da die Plätze an den Veranstaltungen begrenzt sind. Das Zielpublikum sind ganz klar die Kinder. Man kann unter vielen sehr unterschiedlichen Angeboten auswählen, und mir fiel die Wahl schwer.


An der Film-Lesung liess ich mir von Thomas Binotto auf äusserst lebhafte Weise erklären, wie man Filme "liest" und dadurch beim Filme schauen noch mehr Spass hat. Wir erfuhren, wie Action entsteht, und was Suspense ist, wieso die Erfindung des Tonfilms für die Kameraführung ein Rückschritt war und wo überall sich Buster Keaton und Jackie Chan bei ihren gefährlichen Stunts verletzten.


Jörg Hilbert, der Erfinder von Ritter Rost, erzählte uns wie Ritter Rost, das Burgfräulein Bö und der Drache Koks zusammen einen Schatz suchen und dabei erfahren, dass "das allergrösste Glück" nicht für alle das Gleiche bedeutet. Der Autor sang uns auch ein paar Lieder vor, und begleitete sich selbst mit einer Gitarre aus der Ritterzeit.


Die Schweizer Autorin Annette Lory hat mit ihrem Text "Wäre ich eine Schlange, könnte ich in eine andere Haut schlüpfen" den diesjährigen Baarer Raben gewonnen. Dieser wurde ihr am 30. Oktober übergeben, begleitet von einer szenischen Lesung durch eine 6. Schulklasse aus Baar. Für uns haben die Sechstklässler diese Aufführung wiederholt. Die kindlichen Stimmen der Lesenden, kombiniert mit dem Schauspiel ihrer Altersgenossen, gaben dem bildhaften und berührenden Text um eine schwierige Familiensituation eine weitere Dimension. Die Geschichte wird als SJW-Heft erscheinen.


Am Stand von Autillus, dem Verein der Kinder- und Jugendbuchschaffenden der Schweiz, wurden Neuerscheinungen der Mitglieder präsentiert. Wer genau hinschaut, kann auf dem Bild mindestens einen Titel eines Solothurner Autoren erkennen.


Im Elternhort wurde ein Sinnes-Parcours versprochen. An mehreren Posten konnte man sich ein Bild davon machen, wie Texte und Buchstaben für Menschen aussehen, deren Sinneswahrnehmung von der Norm abweicht - pro Schulklasse sind davon 2-3 Kinder betroffen.


Das Festival fand in einer Schulanlage mitten in der Altstadt von Zug statt. Rechts vor dem Eingang ist das InfoMobil "Bücher auf Achse" zu sehen, eine kleine Bibliothek auf Rädern. Wie man sieht war das Wetter regnerisch - und somit ideales Lesewetter.

Ich hoffe, dass das Festival auch 2019 wieder durchgeführt wird. Damit das möglich wird, sind die Organisatoren auf Unterstützung angewiesen. So kann man zum Beispiel dem Verein beitreten, oder sich mit einer Spende an den Unkosten beteiligen.

Für weitere Informationen empfehle ich die Website: www.abraxas-festival.ch

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Endlich: die neue Website ist online!

So präsentiert sich die Kijbui auf der neuen Website der
Zentralbibliothek Solothurn
smh - Was lange währt wird endlich wahr: die neue Website der Zentralbibliothek ist aufgeschaltet. Unsere alte, rein text-basierte Seite hatte inzwischen schon fast Kultcharakter. Aber natürlich entsprach sie nicht mehr dem, was man heute vom Webauftritt einer Bibliothek erwartet. Wir hoffen, dass die neue Seite gefällt und die Informationsbedürfnisse unserer Nutzenden abdeckt.
Wir als Kijubi sind auf der neuen Seite unter > recherchieren & entdecken > Kinder & Jugend zu finden. Neben Informationen zur Suche im Katalog und zu unseren Dienstleistungen gibt es dort auch eine Rubrik > Empfehlungen aus der Kijubi.

Auf den Kijubi-Blog wird auf der neuen Website an prominenter Stelle verwiesen: ganz zuoberst auf der Seite, bei den permanenten Links!

Und so sah die Website Anfang dieser Woche noch aus

Freitag, 29. September 2017

Der krönende Abschluss einer Tagung, an der für einmal die Serien im Mittelpunkt standen

Christine Tresch im Gespräch mit Hans-Jürgen Feldhaus, Margit Auer und Carlo Meier
Foto: www.sikjm.ch
smh - Am 22. September 2017 erhielt das Kijubi-Team die Chance, gemeinsam an der SIKJM-Tagung zum Thema Serien und Serialität teilzunehmen. Mir war es ein grosses Vergnügen, diesen hochkarätigen Expertinnen und Experten dabei zuzuhören, wie sie in ihrer präzisen, wissenschaftlichen Sprache den Serien, gerade auch für Kinder und Jugendliche, ein Kränzchen wanden.

Auch mir scheinen Serien überaus wichtig beim Wecken von Leselust und beim Trainieren der Lesefähigkeit. Ausserdem lese ich selber gern Serien, da sie - wenn gut ausgeführt - ein vertieftes Eintauchen in eine literarische Welt und eine enge und langfristige Verbindung, manchmal sogar ein Mitwachsen mit den sich entwickelnden Charakteren ermöglichen.

Trotz dem anspruchsvollen Niveau der Vorträge war die Tagung alles andere als langweilig! Und zum Abschluss gab es noch einen ganz besonderen Höhepunkt: eine Autorin und zwei Autoren lasen uns aus ihrer jeweiligen Serie vor, und sprachen mit der Moderatorin über ihre Erfahrungen.

Mit Serien gewinnt man keine Preise, aber sie können sehr erfolgreich sein. Die drei anwesenden Schriftsteller wissen um die abschätzige Sprache, mit der Serien umschrieben werden, als Lesefutter, Massenware oder "Übergang zur richtigen Literatur".


Carlo Meier kann mit seinen Kaminski-Kids die grösste Anzahl Bände vorweisen. Er hat damals auf Anregung seiner Kinder mit dem Schreiben der Krimis begonnen, noch ohne Konzept für eine Serie. Heute sind seine Kinder erwachsen, doch er arbeitet weiterhin sowohl mit einer Gruppe Kinder als auch mit Fachpersonen aus der Kriminalistik, wenn er neue Bände schreibt. Und auch bei seinem neuen Projekt, die als Trilogie angelegte Jugendbuch-Serie Paradise Valley, setzt er auf Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Diese werden unter dem Namen ZoomCrew sogar auf dem Titel genannt. Schon bei der Vorbereitung hat er Jugendliche gefragt: Was würdet ihr lesen abgesehen von Whatsapp? Und bei etwas waren sich die Antwortenden offenbar einig: das neue Buch müsse in den USA handeln... Was es auch tut.


Margit Auer war vor ihrem Wechsel zur Schriftstellerei als freischaffende Journalistin tätig. Zuerst schien ihr der Einstieg in die Branche schwierig, doch dann kam ihre Idee zur Schule der magischen Tiere so gut an, dass eine Serie daraus wurde. Die Schule in ihren Büchern ist eine ganz normale. Das Besondere bringen die schottische Lehrerin und ihr Bruder mit, der die magischen Tiere in der ganzen Welt aufspürt und den Kindern mitbringt. In jedem Band erhalten zwei Kinder ihr magisches Tier. Und immer sind es Kinder, die es gerade besonders brauchen. Denn das magische Tier ist zwar auch zum Spass haben da, vor allem aber hilft es dem Kind, einen besonderen Lebensabschnitt zu bewältigen und wichtige Entwicklungsschritte zu machen. Diese Mischung aus Realismus und Magie kommt auch beim erwachsenen Publikum der Tagung gut an. Die Leserschaft von Frau Auer ist noch zu jung für Social Media: sie erhält ab und zu E-Mails, meistens aber handgeschriebene Briefe. Regelmässig wird sie von den Kindern um ein eigenes magisches Tier gebeten. Und die Fans sind besorgt: denn irgendwann werden alle Kinder der Klasse ihr Tier haben - und dann ist die Geschichte aus!


Hans-Jürgen Feldhaus ist ursprünglich Graphic Designer. Er macht daher auch wirklich alles an seinen Büchern, Text, Schrift und Bild. Im Gegensatz zu den bekannten Tagebüchern von Greg, mit denen er sein Werk nur ungern vergleicht, ist bei ihm der Text im Zentrum und das Bild der Kommentar. Sein jugendlicher Antiheld Jan ist in seinem Kopf entstanden, als er es überdrüssig wurde, Mathematik-Schulbücher zu illustrieren. Und so macht sich Jan dann auch in der vorgelesenen Stelle genau über die Mathe-Übungen lustig, die man in solchen Schulbüchern offenbar findet. Der Agentin reichte die Stimme in Feldhaus Kopf noch nicht zu einem Buch, sie wollte eine Geschichte. So reist Jan im ersten Band mit dem leeren Notizbuch, das er an Stelle des gewünschten iPads erhalten hat, mit seinen Eltern und der bösen grossen Schwester in die Ferien nach Italien. Und obwohl er zuerst behauptet, dort würde absolut nichts passieren, füllen sich die Seiten seines Notizbuchs langsam aber sicher mit seinen Kritzeleien in Text und Bild.

Samstag, 9. September 2017

Der Soundtrack der Kijubi

In der Kijubi darf es lebendig und lebhaft zugehen
smh - Manchmal hätte ich gern in unseren Räumen ein Aufnahmegerät installiert, um die Klänge aus dem Alltag der Kijubi festhalten und teilen zu können. Wahrscheinlich wäre das genau so unhöflich und verboten wie wenn ich heimlich Fotos machen würde - und von daher ist es gut, dass mir die technischen Möglichkeiten dazu fehlen. Trotzdem, ein bisschen Fantasieren über eine "mixed tape" CD mit Kijubi-Klängen erlaube ich mir.

Selbstverständlich sind nicht alle Klänge, die in der Kijubi ertönen, von der angenehmen und erhebenden Sorte. Es gibt auch traurige, wütende und müde-quengelnde Stimmen, sowohl auf Kinder, wie auf Erwachsenenseite. Und es scheint sogar Tage zu geben, wo dies - beeinflusst durch astronomische, klimatische und andere innere und äussere Gegebenheiten - sich spürbar häuft.

Allermeistens aber herrscht bei uns eine fröhlich-besinnlich-selbstvergessene Geräusch-Kulisse. Und die ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Am meisten Spass habe ich daran, wenn gesungen und vorgelesen wird. Manche Kinder erfinden kleine Lieder, während sie ein Buch betrachten oder etwas auswählen. Andere lassen sich vom gegebenen Anlass inspirieren. So höre ich immer wieder gesummte Versionen des Titelsongs zu den Drei ??? Kids, während das summende Kind in der Schublade mit den Drei ??? CDs stöbert.

Es ist immer schön, wenn erwachsene Anverwandte oder auch grössere Geschwister den jüngeren Kindern aus Bilderbüchern vorlesen. Wir würden es uns niemals anmassen, die Qualität einer solchen Lesung zu bewerten: es geht dabei ja weniger um eine Show als darum, mit dem Kind oder den Kindern in Beziehung zu sein. Es gibt jedoch durchaus Vorlesende, die mit ihrer Stimme oder ihrer Art des Erzählens ein erweitertes Publikum gewinnen. Kürzlich musste ich immer wieder heftig schmunzeln, weil ein Vater seinen Kindern aus dem schwarz-humorigen ABC der Schadenfreude vorlas.

Alle Kinder - ein ABC der Schadenfreude
gereimt und gesammelt von Martin Schmitz-Kuhl, mit Bildern von Anke Kuhl
Besonders häufig werden die Riesenbilderbücher vorgelesen, die bei den Stofftieren stehen und - zum Bedauern der Kinder, zur Erleichterung der Erwachsenen - nicht ausgeliehen werden können. So habe ich schon unzählige Aufführungen der Drei Räuber miterlebt - und, da geht es mir wie den Kindern, noch nie ist mir die Geschichte verleidet. Neu steht da auch die Maxi-Variante Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Diese Woche hatte ich gleich zweimal das Vergnügen zu hören, wie sich je ein ca. 3jähriges Mädchen das Bilderbuch selber zu Gemüte führte. Mit wunderschönen Wortverdrehern à la "hesch Du mir ufe Gagi kopfet?".

Die drei Räuber von Tomi Ungerer und
Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat
 von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch
Wie man sieht, wir werden hier tagtäglich bestens unterhalten. Ist es nicht schade, dass es davon niemals eine CD geben wird?

Bei uns gibt es wenig Verbote, doch längere Telefonate
empfinden wir tatsächlich als störend

Samstag, 2. September 2017

Füf Söili chöme z loufe..

aw - Endlich wieder Värslistunde!

Heute Morgen fand nach der Sommerpause nun endlich wider eine Värslistunde statt. Unser Thema heute waren die Tiere auf dem Bauernhof. Mit so vielen Menschen, dass wir schon fast keinen Platz mehr in der Kijubi hatten, haben wir viel gestampft, geklatscht und Fingerverse geübt.

Für alle die heute Morgen nicht dabei sein hier noch das Minibook mit allen Versen zum downloaden.

Die nächste Värslistunde findet am 4. November 2017 um 09:30 statt.

Samstag, 26. August 2017

Die süsseste Kundschaft der Welt


smh - Ich kann nicht genug betonen, wie gesegnet wir mit unserer Kundschaft in der Zentralbibliothek Solothurn sind. Selbstverständlich gibt es auch bei uns ab und zu Misstöne, doch im Allgemeinen staune ich auch nach fünf Jahren noch, wie entspannt, ja geradezu herzlich die Beziehung zu unseren Nutzenden sich meistens gestaltet.

Daraus ragen dann die ganz besonderen Momente heraus, wenn uns Komplimente gemacht werden (zu unserem Angebot, sowie zu Kompetenz und Freundlichkeit unseres Personals) oder wenn wir beschenkt werden. So brachte uns kürzlich jemand Muffins direkt vom Markt (die erst noch einem guten Zweck dienten). Die Guetzli oben im Bild haben wir von einer Familie geschenkt bekommen, die sich für eine zum Glück erfolgreich verlaufene Suchaktion bedanken wollte.

Donnerstag, 24. August 2017

Jessica empfiehlt: Fussball-Bücher


Fussball Haie - Torwart vermisst! (Band 7)
Zachi, der Torwart der Fußball-Haie, hält plötzlich keinen Ball mehr und verschwindet einfach mitten im Training! Irgendetwas stimmt nicht mit ihm, da sind sich Pedro und die anderen sicher. Heimlich verfolgen sie Zachi, um herauszufinden, was vor sich geht. Doch was sie entdecken, verschlägt den Jungs die Sprache: Zachi fährt extra durch halb Berlin, um bei einer anderen Mannschaft zu kicken! Will er die Fußball-Haie etwa verlassen? Doch dann stellt sich heraus, dass sich Zachis Eltern trennen wollen und Zachi mit seiner Mutter nach Friedrichshain ziehen soll. Der Grund des ganzen Schlamassels ist, dass Zachis Vater im Schichtdienst arbeitet und so kaum Zeit für die Familie hat. Also sprechen die „Fußball-Haie“ mit dem Chef von Zachis Vater, aber ohne Erfolg. Also muss man sich schon nach einem neuen Torwart umsehen. Das Spiel gegen den Savignyplatz soll Zachis Abschiedsspiel werden, doch dann kommt alles ganz anders.


Fussball Haie heisst eine Bücher-Reihe mit 10 Bänden. Band 7 hat 88 Seiten und viele Illustrationen. Der Text ist recht gross geschrieben, daher können es schon 3-4 Klässler/innen lesen. Am Schluss von jedem Band hat es ein Leserätsel zum gelesenen Band. Dieses Buch ist auf Antolin.




Bildergebnis für Fussball Haie - Torwart vermisst Band 7
Die Reihe Fussball Haie wird von Andreas Schlüter
und Irene Margil geschrieben. 

Fussball und sonst gar nichts!
Der zehnjährige Niklas spielt in der D-Jugendmannschaft. Aber wenn es wirklich um etwas geht, dann sitzt er meist nur auf der Ersatzbank. Raufuss, ein Gummi-Gecko, ist sein Glücksbringer. So wie ein Gecko an der Wand klebt, würde ihm der Ball an den Füßen haften - bis er ihn im gegnerischen Tor versenkt hat.

Endlich kann er spielen! Beim nächsten Freundschaftsspiel der D-Jugend sitzt er nicht länger auf der Ersatzbank. Niklas wird gegen Freddy, den selbsternannten Ballkünstler der Jungenmannschaft, eingewechselt. Doch der ist darüber gar nicht begeistert. Niklas muss seine neue Position hart verteidigen. Den Höhepunkt bildet ein großes Pokalspiel. Die Siegermannschaft darf beim DFB-Länderspiel: Deutschland gegen Italien das Vorspiel bestreiten - vor den ganz großen Fußballstars! Ob es Niklas mit seiner Mannschaft dorthin schafft?

Das Buch hat 206 Seiten, ist nur leicht illustriert, der Text ist mittelgross geschrieben, ist für etwas Ältere oder für solche die schon recht gut lesen können. Das Buch ist auch auf Antolin.


Bildergebnis für Fussball und sonst gar nichts
Dieses Buch wird vom gleichen Autorenteam wie die
Fussball-Haie geschrieben und zwar von:
Andreas Schlüter, Irene Margil.

Fortuna Girls – Das spiel beginnt! (Band 1)
Felicitas will Profifussballerin werden, aber in ihrer neuen Heimatstadt findet sie kein Mädchen-Team. Nur ein hochnäsiges Jungen-Team das "Unbeatables" heisst. Sie halten nichts davon, dass Felicitas Fussball spielt. Kurzerhand beschliesst sie, selbst mit Mädchen aus ihrer Klasse eine eigene Mannschaft zusammenzustellen. Gemeinsam wollen sie die Jungsmannschaft Unbeatables besiegen, da diese nicht gerade über eine Mädchenmannschaft jubeln.
Schaffen es die Fortuna Girls, die „unschlagbaren“ Jungs vom Thron zu stossen?


In "Fortuna Girls" geht es nicht nur um Fussball, sondern auch um Freundschaft.
Dieses Buch ist Band 1 der Bücherreihe Fortuna Girls, die insgesamt 3 Bände hat. Es hat 158 Seiten, der Text ist für 10-12 Jährige, es hat ausreichende Illustrationen und ist auch auf Antolin zu finden.
Bildergebnis für Fortuna Girls – Das spiel beginnt Band 1
Die Reihe Fortuna-Girls wird von Peter Grossmann
 und Nia Künzer geschrieben.
 

Montag, 21. August 2017

Saison der Schenkungen


smh - Im Moment werden wir von Schenkungen geradezu überhäuft. In der Kijubi sind wir recht offen für die Annahme von gut erhaltenen Kinder- und Jugendbüchern. Manchmal können so defekte Exemplare ersetzt oder unvollständige Reihen ergänzt werden. Was wir nicht selber brauchen, verkaufen wir in der Franken-Kiste oder geben wir an Bücherschränke und Institutionen weiter.

Meist werden die Schenkungen von Erwachsenen gebracht: von den Eltern der Kinder, die aus den Büchern "herausgewachsen" sind, oder von jungen Frauen, die für ihre Mädchenbücher einen guten Platz suchen. Diesen Samstag erhielten wir eine besonders rührige Schenkung von einem 9jährigen Jungen. Er kam zur Theke und fragte: "Kann ich Ihnen diese Bücher schenken?" Sehr gerne werden wir die beiden Hexe Lilli Bände in unseren Bestand aufnehmen.

Freitag, 21. Juli 2017

Sommerferien = Ferienpass

smh - Diesen Sommer waren Kinder vom Ferienpass Solothurn und Selzach bei uns zu Gast. Für die Jüngeren gab es wieder eine Schatzsuche mit Bruno Durrer, allerdings mit völlig neuem Ablauf.


Wo diese Tür wohl hinführt?


Unterwegs finden die Kinder eine geheimnisvolle Schatulle.

Für die Grossen führten wir erneut die Ausbildung zum Bücherwurm ZB durch. Schön, dass jeweils auch Wiederholungstäter oder jüngere Geschwister von ehemaligen Bücherwürmern mitmachen! Ungewohnt war, dass aus verschiedenen Gründen nicht alle Teilnehmenden jeden Tag dabei sein konnten. So waren sie zu Beginn 7, am zweiten Tag 3 und am letzten wieder 5... Da war einiges an Flexibilität von allen Seiten gefragt! Am besten gefallen hat den Bücherwürmern in diesem Jahr das spontan durchgeführte Detektivspiel und das Dekorieren.

Levi hat einen Schaukasten zu Minecraft gestaltet

Fiona und Kim stellen die Bücherreihe Penny aus

Celina und Vanessa werben für die Warrior Cats

Dienstag, 4. Juli 2017

Ds Himpeli und ds Pimpeli stiige uf ä höchä Berg...

aw - Letzten Samstag, 01.07.2017, fand wider einmal unsere Värslistunde statt. Zusammen mit dem Heinzelmännchen Himpeli und dem Zwerg Pimpeli (frei nach dem bekannten deutschen Kinderreim) haben wir uns auf den weg zur Bergspitze gemacht. Unterwegs sind wir auch noch einer Katze und einige schüchternen Hasen begegnet und vor lauter tanzen ist auch noch die brücke zusammengekracht und die beiden Kleinen wandere sind ganz nass geworden.

Hier finden Sie das Minibook zum downloaden. Damit können Sie sich die Geschichte aus den Versen noch einmal zusammen reimen.

Die nächste Värslistunde findet nach der Sommerpause am Samstag, 2. September 2017 zum Thema Bauernhof statt.

Samstag, 3. Juni 2017

Kinder- und Jugendliteratur - meine Prüfungslektüre zum zweiten

smh - Prüfungslektüre ist ja ein eher belastetes Wort. Ich aber hatte bei der Vorbereitung auf meine mündliche Prüfung im Fernkurs "Kinder- und Jugendliteratur" vor allem Spass. Mein Thema "Buch im Buch" habe ich bereits in einem früheren Blog-Beitrag vorgestellt. Hier nun die Bücher, die ich zu den einzelnen (vorgegebenen) Untergruppen gelesen habe:
 

Kinderlyrik 



Superguppy von Edward van de Vendel, 2008 Boje

Während dem zweijährigen Fernkurs gab es regelmässig sogenannte Hausübungen einzuschicken, und dort habe ich mich gezielt mehrheitlich mit Schweizer Autorinnen und Autoren befasst. Meine Hausübung zu Kinderlyrik hatte ein Gedicht von Franz Hohler zum Inhalt. Bei der Prüfung habe ich mich jedoch für den Superguppy entschieden. In unserer Bibliothek führen wir eine sehr schöne Auswahl an Büchern mit Kinderlyrik, die leider nur wenig genutzt wird. Für kleinere Kinder sind Värsli-Bücher durchaus beliebt. Danach geht offenbar vergessen, wie wunderbar Gedichte sich für unterschiedlichste Situationen eignen, und wie viel Spass der gemeinsame Umgang mit Lyrik machen kann. Kürzlich war ein Lehrer da, der für die ganze Klasse Lyrik-Bände ausgeliehen hat, und offenbar war das Projekt in seiner Klasse ein Riesenerfolg. Gerade auch bei Kindern mit anderssprachigem Hintergrund!
 
Hier mag ich nichts über den Superguppy erzählen, sondern lasse die Gedichte gleich selber für sich sprechen. Also mir gehen die ohne Umweg über das Hirn gleich ins Herz. Schaut:


 
 
 

Märchen


Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern von Marissa Meyer, 2013 Carlsen
Diese Serie war schon lange auf meiner Wunsch-Leseliste. Ich liebe (gut gemachte) Märchen-Nacherzählungen! Und gibt es etwas cooleres, als eine futuristische Cyborg-Cinderella, die statt eines Schuhs gleich einen Fuss verliert? Im Gegensatz zum Original-Märchen ist die Heldin hier nicht passiv-duldend, sondern Cinder kämpft aktiv für eine bessere Zukunft und setzt sich mit viel Mut für ihre Freunde und ihre Werte ein.
 

Jugendliteratur 



Mogel von Nils Mohl, 2014 Rowohlt

Ich habe Vorurteile gegen das, was unter dem Begriff Jugendliteratur läuft. Aber Mogel ist weder schwer zu lesen noch hinterlässt die Lektüre eine depressive Stimmung. Im Gegenteil, Mogel ist ein Aufsteller. Der junge Mogel ist überraschend zufrieden mit seinem Leben, ja er mag sogar seine Eltern! Um das Vertrauen seiner Freunde zurück zu gewinnen, verkleidet er sich als Mädchen. Darauf folgt eine sehr aufregende Nacht mit filmreifen Szenen. Während die Figuren auf mich real wirken, ist die Handlung etwas zu verrückt, dafür um so unterhaltsamer. Und ohne dabei in philosophische Tiefen abzutauchen, gibt die Erzählung auch den einen oder anderen Impuls zum Thema Geschlechterrollen.
 

Bilderbuch

 
Ojemine! von Iwona Chmielewska, 2014 Gimpel
Ojemine! erzählt die Geschichte eines Missgeschicks. Beim Bügeln hat die Ich-Erzählerin das geliebte Tischtuch der Mutter, ein Erbstück, ruiniert. Aus Angst vor den Folgen überlegt sie sich allerhand Ausreden, um sich dann doch noch zu einem Geständnis durchzuringen. Dieses Bilderbuch, das mit sehr wenig Text auskommt, ist nicht bunt genug um jedem ins Auge zu springen. Doch könnte es gerade bei stilleren Kindern das Zeug zum Liebling haben. Geht es hier doch um starke Emotionen: Schuld und Scham und Fluchtgedanken, wunderbar aufgelöst durch die einfühlsame Reaktion der Mutter. Ein Buch auch, dass zu weiterführenden Aktivitäten anregen könnte: zum Austausch über ähnlich belastende Erlebnisse, oder zum gemeinsamen Verschönern von Flecken und "Fehlern" in der realen Welt.
 

Erstlesebücher

 
Cowboy Klaus und der fiese Fränk von Eva Muszynski und Karsten Teich, 2009 Tulipan
Ich bin schon länger ein Fan der Reihe um den kleinen Cowboy Klaus, der mit seinen sprechenden Tieren auf einer Farm im Wilden Westen allerhand Abenteuer erlebt. Obwohl die Texte sehr einfach und kurz gehalten sind, kommt keine Langeweile auf. Dank Humor und vielen überraschenden Wendungen, aber auch mit Hilfe der Illustration, machen diese dünnen Bändchen sowohl beim Vorlesen als auch beim Selberlesen Spass. Zwar werden nicht alle Kinder die witzigen Anspielungen auf die Mythen alter Westernfilme verstehen, um so grösser ist der Bezug zu ihrer eigenen kindlichen Welt: der "Held" ist klein und nicht immer heldenhaft, er muss auch mal pinkeln und fürchtet sich vor den Schatten in der Nacht. Um sich mutiger zu fühlen, zieht er sich möglichst gefährlich an, und ist dann doch wieder ängstlich, weil er komische Geräusche hört und weil man ja gar nicht sehen kann, wie gefährlich er aussieht, im Dunkeln.
 

Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

 
Das erste Buch der Träume, Silber Band 1, von Kerstin Gier, 2013 FJB
 
Die Autorin verbindet in dieser Trilogie romantische und fantastische Elemente zu einem nicht nur für jugendliche Lesende spannenden Ganzen. Ihre ruhelose Mutter hat Liv und ihre kleine Schwester diesmal nach London verpflanzt, und ist mit ihnen bei ihrem neuen Freund eingezogen. So müssen sich die beiden Mädchen, die sich nichts mehr wünschen, als endlich an einem Ort bleiben zu dürfen, nicht nur mit einer neuen Schule, sondern gleich auch noch mit einer neuen Familie herumschlagen. Durch einen Zufall entdeckt Liv den Zugang zu einer geheimnisvollen Traumwelt, die man durch Türen in den eigenen Träumen betreten kann. Schon bald erlebt sie die verrücktesten Abenteuer und findet sowohl neue Freunde als auch Feinde.
Mir gefällt bei diesen Büchern besonders, wie konsequent und durchdacht die Welt der Träume aufgebaut ist, und dass trotz der phantastischen Ideen dem Ganzen eine nachvollziehbare Logik zugrunde liegt.
 

Kinderroman

 
Mit Worten kann ich fliegen von Sharon M. Draper, 2014 Ueberreuter
Ein sehr emotionales Buch das uns beim Lesen ermöglicht, ganz in das Erleben von Melody einzutauchen, einem elfjährigen Mädchen, das im Rollstuhl sitzt und weder selbständig laufen, essen noch sprechen kann. Trotz diesen Einschränkungen und dem Unverständnis, dem sie ausserhalb ihres engsten Umfelds begegnet, lässt sich Melody nicht unterkriegen. Sie kämpft für einen Platz in der Gesellschaft, für Akzeptanz und die Chance zu beweisen, was für ein wacher, intelligenter Geist sich in ihrem gelähmten Körper befindet.
 
Flora & Ulysses von Kate DiCamillo und K. G. Campbell, 2015 DTV
Ein Lieblingsbuch zum mehrmals lesen. Die Geschichte ist spannend, ein bisschen verrückt, manchmal ernst, manchmal witzig, immer überraschend. Flora liebt Comics um einen Superhelden, der im Privatleben Hauswart ist. Ihre Mutter schreibt Liebesromane und leidet gerade an einem Schreibstau. In das ohnehin schon angespannte Zusammenleben platzt Ulysses, das Eichhörnchen, das nach einem Unfall mit einem Staubsauger der menschlichen Sprache mächtig ist. Es folgt eine turbulente Zeit voller bizarrer Begegnungen mit eigenartigen Menschen und Tieren aller Art, durchmischt mit Comiczeichnungen, philosophischen Gesprächen und natürlich den Gedichten von Ulysses, der sich in diese neue Welt verliebt, die sich für ihn auftut.

 

Kinderkrimi

 
Morlot von Katharina Reschke, 2014 Boje
Jonathans Mutter schreibt erfolgreiche Krimis um den Privatdetektiv Morlot - eine Figur, die sich stark an Chandlers Marlowe anlehnt. Das Familienleben wird vom Schreiben der Mutter dominiert - damit sie ihre Fristen einhalten kann, muss alles andere zurückstecken. Jonathan leidet unter der Situation, und er verabscheut Phantasie, weil er sie als Ursache für das Chaos in seinem Leben und die Unzuverlässigkeit seiner Mutter sieht. Im Gegenzug liebt er Logik und Mathematik. Doch als zu Beginn der Geschichte seine Mutter spurlos verschwindet, muss er ihr wohl oder übel in die finstere Welt der Morlot-Romane folgen.
 
Elvis im Einsatz von Saskia Hula, 2015 Mixtvision
Elvis und Annarita hecken an einem langen Sommerferientag gemeinsame Spiele aus. Sie spielen Fundbüro und organisieren auch gleich die fehlenden Fundgegenstände. Für das Ermitteln bei einem Verbrechen borgen sie sich einen Hund. Und warten dann ungeduldig darauf, dass endlich ein Verbrechen passiert...
Jedes Kind weiss, wie schwierig es manchmal ist, auf den Spuren der fünf Freunde und der drei Fragezeichen zu wandeln. Denn leider finden im kindlichen Umfeld weit weniger Entführungen, Diebstähle und Betrügereien statt, als uns diese Serien vorgaukeln. Doch wie Annarita und Elvis beweisen, ist die Situation nicht hoffnungslos: mit etwas Glück und viel Phantasie wird aus dem öden Sommertag doch noch ein aufregender Krimi.