Dienstag, 29. November 2016

Neue Stühle für die Kijubi!

smh. Die bunten Mumins-Stühle gehören zur Kijubi wie die farbigen Säulen, die Holz-Sitzwürfel und der Findus aus Pappmaché. Leider wurden sie zunehmend instabil und dadurch zu einem Sicherheitsrisiko. Reparieren ging nicht mehr, und auf der Suche nach Ersatz mussten wir feststellen, dass es diese Stühle nicht mehr gibt. 

Dank unserem Hausmeister fand sich eine Lösung, welche durch eine grosszügige Spende durch die Gesellschaft der Freunde der Zentralbibliothek finanziert werden konnte: Wir liessen die Stühle nachbauen, mit dem gleichen Charme, aber viel stabiler als das Original.

Links noch ein altes Modell


Samstag, 12. November 2016

Ein verrückter November


smh. Wieso ist in diesem Blog schon so lange kein Artikel mehr erschienen? Bedeutet das, dass in der Kijubi nichts läuft?

Nein, das Gegenteil ist der Fall: es war zu viel los, so dass für den Blog einfach keine Zeit mehr blieb!

Jetzt ist sie vorbei, diese verrückte Woche, mit den zwei Anlässen, die das Kijubi-Team und das ganze Haus in Atem hielten:

Am Montag, 7. November durfte ich unsere Abteilung vor den "Freunden der Zentralbibliothek" (siehe "Gesellschaft der Freunde der Zentralbibliothek Solothurn") in einem halbstündigen Vortrag vorstellen. Ich war im Vorfeld sehr besorgt, da es mir so wichtig war, einen Einblick in unser Schaffen zu vermitteln, der verständlich macht, wie wichtig (und schön) unsere Arbeit ist. Wie entsetzlich wäre es da gewesen, wenn ich meinen Text vergessen oder das Publikum gelangweilt hätte?

Nun, meine Sorge war vergeblich: das (kleine, aber feine) Publikum war so freundlich, die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen so wunderbar, dass der Anlass aus meiner Sicht als voller Erfolg gelten kann. Sie haben regen Anteil genommen an dem, was mir so sehr am Herzen liegt, und dafür bin ich sehr dankbar. Genau so dankbar wie für die Kinderstühle, die wir bald ersetzt bekommen, dank einer grosszügigen Spende eben dieser "Freunde".

Und dann, am Freitag, 11. November die nationale Erzählnacht. Für dieses Jahr hatten wir uns Grosses vorgenommen, und zwar einen gemeinsamen Anlass mit der ganzen Bibliothek! Das hat es so noch nie gegeben: bisher gab es zwar auch schon Erzählnächte mit Anlässen sowohl für Kinder als auch Erwachsene. Diese wurden aber getrennt organisiert und durchgeführt.

Diesmal kam das ganze Haus zusammen, um einen einzigen gemeinsamen Event zu gestalten, an dem vier Abteilungen beteiligt sein sollten: die Freihandbibliothek der Erwachsenen, die Kijubi, die Musikabteilung und die Sondersammlungen mit ihren wertvollen Handschriften und Drucken.

Hierzu hatte sich Christine Gasser, Leiterin Benutzung und Lektorate und meine direkte Vorgesetzte, etwas ganz Besonderes ausgedacht: da das Thema der diesjährigen Erzählnacht "Streng geheim" lautet, wollten wir einen Postenlauf zu einigen der Geheimnisse unserer Bibliothek gestalten. Jede der beteiligten Abteilungen übernahm die Organisation eines Postens, die Besucher/innen wurden in vier Gruppen eingeteilt und durch diesen Postenlauf geschleust. Die besondere Herausforderung war, dass sich die Posten sowohl an Erwachsene als auch an Kinder richten sollten.

Nun, die Erzählnacht ist vorbei, und obwohl ich im Vorfeld manchmal dachte, wir schaffen das nicht: wir haben es geschafft und ich glaube die Leute hatten grossen Spass dabei. Vielleicht war nicht jeder Posten für jede Person gleich interessant, aber es hatte für alle etwas dabei: Geheimcodes entschlüsseln, Tagebuch-Romane ihren Titelseiten zuordnen, Ton-Rätsel lösen und über die perfekt erhaltenen Illustrationen in alten alchemistischen Schriften staunen... Wenn ich das alles schon höre, bin ich fast neidisch, dass ich nicht selber alle Posten durchlaufen durfte.

Nach einer Pause mit feinem Gebäck - von den Mitarbeitenden für den Anlass gebacken - gab es zum Abschluss je eine Lesung für Erwachsene und für Kinder und Jugendliche. Passend zum Thema ging es bei den Lesungen um mehr oder weniger geheime Tagebücher.

Patrick Kappeler las für die Grossen mit schauspielerischem Flair aus Mark Twains "Die Tagebücher von Adam und Eva", während sich Steffi Friis mit gleich drei Texten aus Kinder- und Jugendtagebüchern herumschlagen durfte.

Die kleineren Kinder waren zu diesem Zeitpunkt schon etwas müde, und die Texte auch etwas schwierig für sie, so dass einige nach dem ersten Teil der Lesung nach Hause gingen. Dem restlichen Publikum schien die Kinder- und Jugend-Lesung aber sehr zu gefallen. Steffi Friis erweckte die frech-frische Sprache der erzählenden Mädchen und Jungen so richtig zum Leben. Am Schluss durfte sie sogar Autogramme verteilen ;-)

Für alle, die es noch etwas genauer wissen wollen, hier einige Links:
  • Informationen zu den Lesungen (mit den bibliographischen Angaben zu den Büchern und den Biographien der beiden Vorlesenden)
  • Bibliographie aller Bücher, die an den Posten gezeigt wurden
  • und auf speziellen Wunsch einer Teilnehmerin an der diesjährigen Erzählnacht: das Rezept für den Quittenkuchen aus bibliothekseigenen Quitten à la Cecile Eggenschwiler.
    Das verlinkte Rezept ist nur das Basisrezept, daher hier noch eine wichtige Ergänzung: Fruchtige Füllung
    100 g geriebene Nüsse oder Mandeln, ca. 3 geraffelte Quitten, Aepfel oder Birnen, süssen mit Quittengelée oder Rohzucker
Fotos zur Erzählnacht folgen später in einem separaten Post!

Was ich schon jetzt habe, sind die Bilder von den Drachen aus dem Buch "Mundus subterraneus" von Athanasius Kircher von 1678 - als auch die Wissenschaftler noch an Drachen glaubten: