Donnerstag, 24. Dezember 2015

Alle Jahre wieder… kommen die Weihnachtsbilderbücher


aw - Wenn sich in Solothurn die Nebelschwaden von einem mystischen Morgengruss in eine trübe Suppe verwandeln die tagelang vor sich hin wabbert, könnte man schon fast trübsinnig werden.
Aber bei uns in der Kijubi ist dies die Zeit, in der wir  in das zweite Untergeschoss steigen und die Weihnachtsbücher ans Tageslicht bringen. Na gut, ans fahle, neblige Tageslicht, aber immerhin wird es für sie heller. Für mich ist dies einer der schönsten Momente des Bibliotheksjahres, wenn alle die über Jahre liebevoll von meinen Kolleginnen gesammelten Schätze wieder zum Vorschein kommen. Speziell bei den Weihnachtsbilderbüchern gibt es einige die ich seit meiner Kindheit kenne und jedes Mal wie alte Freunde begrüssen möchte.

Heute ist Weihnachten und die meisten meiner Freunde haben irgendwo in Solothurn und Umgebung einen Platz gefunden wo sie mit einer Familie Weihnachten feiern dürfen. Vielleicht finden sie auch neue Freunde, die sich von ihnen begeistern lassen und mit mir zusammen darauf warten werden, dass es Zeit wird die Weihnachtsbilderbücher für ein neues Weihnachten aus dem Keller zu holen.

Wo auch immer ihr eure Weihnachten verbringt, meine lieben Bilderbuchfreunde, ich wünsche euch ganz frohe Festtage und dass ihr ganz oft gelesen und vorgelesen werdet.

Da Pettersson vom Schlitten fällt und sich den Fuss verletzt fürchtet Findus, dass Weihnachten dieses Jahr nicht gefeiert wird. Aber mit vielTatkraft, Kreativität und einem selbstgebastelten Weihnachtsbaum soll das geändet werden.

In dieser Weihnachtsgeschichte, wunderschön gemalt von Marcus Pfister, macht sich Simon auf ein verlorenes Lamm zu suchen. Auf seinem Weg begegnet verschenk er eine Lichter an einen Dieb, einen Wolf und einen Bettler die, wie Simon findet, dringender als er ein Licht brauchen. Zum Schluss landet Simon, wie in den meisten traditionelleren Weihnachtsgeschichten, beim Jesuskind im Stall und findet dort sein Lamm wieder.

Jedes Jahr verpasst der Siebenschläfer den Nikolaus, aber dieses Jahr setzt er alles daran doch noch rechtzeitig zu Stelle zu sein. Der Winterwald und die Tiere sind bis ins kleinste Detail liebevoll gezeichnet und man kann die Bilder gar nicht lange genug anschauen (auch weil man immer wieder ein neues Detail entdeckt).

Kein klassisches Weihnachtsbilderbuch, aber eins dass für mich doch irgendwie zu Weihnachten gehört. Ich bin immer wieder Überrascht wie ein Bilderbuch, in dem eigentlich nichts passiert, einen so in seinen Bann schlagen kann. In starken, aber ruhigen Bildern sieht man wie Tomte Tummetott über den Hof mit seinen Menschen und Tieren wacht.                “Viele Winter und viele Sommer sah ich kommen und gehn. Geduld nur, Geduld! Der Frühling ist nah.”
Und welches sind eure Weihnachtsbilderbuch-Lieblinge?

Dienstag, 15. Dezember 2015

Unsere Weihnachtsdekoration

smh - Wir waren dieses Jahr spät dran mit der Weihnachtsdekoration, aber jetzt ist es sehr hübsch geworden.

Findus:


Dann die Deko auf der Ablage, mit der Künstlerin im Hintergrund:






Das ist unser aktuelles Schaufenster:




Und so sieht es oben bei der Ausleihe aus:





Freitag, 11. Dezember 2015

Mara schreibt: Die chilenische Nationalbibliothek für Kinder

Heute schreibt wieder einmal eine Gastautorin für uns. Mara arbeitet wie wir in der Zentralbibliothek Solothurn, und zwar in der Abteilung Sondersammlungen. Sie ist ausserdem auch Künstlerin und führt in diesem Zusammenhang einen eigenen Blog.

***

Im November 2015 habe ich meine Familie und Freunde in Chile besucht – und als Bibliothekarin musste ich  natürlich unbedingt auch  in die chilenische Nationalbibliothek gehen. Sie ist über 200 Jahre alt und befindet sich in einem imposanten Gebäude mitten in der lärmigen Hauptstadt Santiago de Chile. Damit Kinder und Jugendliche sich in der Welt der Medien besser zurechtfinden, gibt es für sie eine eigene Website der Nationalbibliothek: www.chileparaninos.cl


Zusammen mit der weisen Eule Medina und einem Schmetterling stellt das Mädchen Memoriosa alte und neue Kinderbücher vor:
Illustration von Marta Carrasco aus einem chilenischen Bilderbuch von 1972  („El rabanito que volvió“), kopiert aus www.chileparaninos.cl

Memoriosa und ihre Freunde zeigen auch Dokumente und Bildmaterial zu Themen wie chilenische Pflanzen und Tiere, chilenische Autoren und Musiker, Reisen in Chile und so weiter.

Pinguine in der chilenischen Antarktis: http://www.chileparaninos.cl/imagenes/item/660.html

Ausserdem finden die Kinder viele Ideen, was sie selbst erforschen, malen oder basteln können. So ermutigt Memoriosa die Kinder, die Geschichte ihrer Familie oder ihrer Schule zu erforschen, selber Geschichten und Gedichte zu schreiben oder sich mit den Bildern und Dokumenten der Bibliothek zum Beispiel eine eigene imaginäre Reise in die Antarktis zusammenstellen.

Mir gefällt diese farbige und liebevoll gestaltete Website mit all den verschiedenen „Microsites“ gut, ich wünschte mir, es hätte sie schon gegeben, als meine eigenen Kinder in Chile noch jünger waren!