Samstag, 31. Oktober 2015

Alles Heidi, oder was? Rückblick auf die SIKJM-Jahrestagung 2015

smh - Die SIKJM-Jahrestagung ist DER Anlass, wo sich all die treffen, die in der deutschsprachigen Schweiz mit Kinder- und Jugendbüchern zu tun haben. Und dieses Jahr waren sogar die Romands mit dabei! Denn schliesslich war das Thema die ganz eigene Kinder- und Jugendliteraturszene, und da gehören alle Sprachregionen mit dazu.

Für mich war es die erste Tagung, an der es mit der Teilnahme an beiden Tagen geklappt hat. Wie bereits im letzten Jahr war ich begeistert von Angebot und Organisation. Für mich ist die Tagung die ideale Verbindung aus Weiterbildung und Networking. Und während ich es natürlich genoss, mich mit Buchhändlerinnen und Bibliothekaren auszutauschen, reizte mich an diesen Tagen noch zusätzlich, dass ich hier auch Verlegern, Autorinnen, Illustratorinnen und weiteren Büchermenschen auf Augenhöhe begegnen durfte.

Alle Workshops enthielten auch praktische Übungen, und waren somit nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam gestaltet. Dieses Jahr nahm ich Anteil an den Leiden und Freuden bei der Überarbeitung einer neuen Heidi-Ausgabe, ich erhielt Einblick in die aktuelle Kinder- und Jugendbuchproduktion der Romandie, durfte in einer Schreibwerkstatt Übungen im kreativen Schreiben gleich selbst ausprobieren, und erfuhr, wie die Jury den Gewinner des Kinder- und Jugendmedienpreises bestimmt.

Die Vorträge und die Podiumsdiskussion zu Leseförderung, Bilderbuch-Illustration und Schweizer Literaturszene aus unterschiedlicher Sicht erweiterten allesamt meinen Horizont, ohne eine einzige langweilige Minute. Besonders fasziniert war ich von einer Einführung in die Literaturgeographie, einer wissenschaftlichen Richtung, die mir völlig unbekannt war. Am Abend des ersten Tagungstages wurde uns als besonderen Leckerbissen ein Potpurry von Filmausschnitten alter und neuer Verfilmungen beliebter Schweizer Kinderbücher fachkundig vorgeführt und kommentiert.

Der Beweis: ich war da. Hier mit dem Medio-Mat - zu gerne hätte ich auch so einen in der Kijubi!
(Foto von der SKJM-Website geborgt)
Auch das SIKJM hat einen Rückblick auf die Tagung veröffentlich, ergänzt durch eine Bildergalerie.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Luana schreibt: Praktika im Rahmen der Ausbildung


Da die Ausbildung als Fachfrau/mann Information und Dokumentation Praktika in einer Dokumentationsstelle und in einem Archiv beinhaltet, durfte auch ich in zwei andere Betriebe gehen:


 Mein erstes Praktikum absolvierte ich im Swiss TPH (Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut). Ich war zwar nur vom 04.-27. März 2015 in der Dokumentationsstelle, jedoch waren die Mitarbeiter sehr nett und hilfsbereit, sodass ich mich schnell ins Team einlebte.

Meine Arbeiten reichten vom Zeitschriften bearbeiten über Katalogisieren und Artikel recherchieren.





Archiv der Stadt FreiburgMein zweites Praktikum abslovierte ich im StAF (Staatsarchiv Friburg/Archives de l'État Fribourg). Ich war vom 01. April bis und mit dem 30. Juni 2015 im Archiv, auch hier wurde ich trotz der Zweisprachigkeit und meiner anfänglichen Zurückhaltung mit dem Französischen herzlich aufgenommen und gleich in das Team integriert.

Ich arbeitete vorwiegend mit Strafakten; bearbeitete sie am Computer, packte sie in Archivschachteln und schrieb die Signatur darauf. Später durfte ich auch noch die Etiketten schreiben und diese auf die Schachteln kleben.
Ich hatte das grosse Glück, während der Museumsnacht mithelfen zu dürfen. Es war eine ganz andere, spezielle Erfahrung die ich nie vergessen werde.


Alles in allem muss ich sagen, dass ich sehr viele neue Erfahrungen machen durfte und ich bin dankbar, dass ich in so tollen Betrieben arbeiten durfte.

Samstag, 17. Oktober 2015

Interview mit Simone Xie


Artwork by Simone Xie
smh - Am Freitag, 13. November findet bei uns im Rahmen der Erzählnacht ein Workshop mit der Schweizer Manga-Zeichnerin Simone Xie statt (Link zum Flyer). In diesem Zusammenhang habe ich mit der Künsterlin ein kurzes Interview in schriftlicher Form geführt.

Das Interview: 

Simone Xie
Wie erklären Sie einem Menschen, der noch nie davon gehört hat, was Mangas sind?
Kurz und knackig; das sind Comics aus Japan.

Warum zeichnen Sie selbst ausgerechnet Mangas? Was macht für Sie die Faszination der Mangas aus?
Gezeichnet habe ich schon immer. Dass ich über Mangas gestolpert bin, war ein glücklicher Zufall. Ich mag die einzigartige schwarzweiss Ästhetik der japanischen Comics sehr gerne und finde die Geschichten durch die dramaturgisch “offenere” Erzählweise auch schneller zugänglich.

Gibt es in der Schweiz eine Manga-Szene, und wie entwickelt sie sich?
Und wie es die gibt! Ich habe auch das Gefühl, dass die Szene von Jahr zu Jahr grösser wird, nicht zuletzt auch durch das steigende Angebot an Veranstaltungen. Die Messe Basel hat dieses Jahr mit der Fantasy Basel beispielsweise auch das erste Mal die Pforten für eine grössere Manga/Comics/Games Messe geöffnet.
Manga-Fans sind längst nicht mehr nur Leser, sondern gestalten die Szene aktiv mit und schwingen auch selber den Pinsel und eifern ihren Vorbildern nach oder verkleiden sich im Cosplay als ihre Lieblingscharaktere. Das Medium findet auch in der westlichen Gesellschaft mehr Akzeptanz und Interesse, als noch vor 10 Jahren.

Welche Mangas lesen Sie selbst? Und welche haben Sie als Kind besonders gern gelesen?
Als Kind habe ich die Mangas der Zeichnergruppe CLAMP gerne gelesen, da mir der mädchenhafte Stil und die fantasievollen Geschichten sehr zugesagt haben. Ranma1/2 bot die beste Unterhaltung. Und auch Oh! My Goddess habe ich lange Zeit verfolgt.
Mittlerweile lese ich leider nicht mehr so viele Mangas wie früher; Maximum Ride aus amerikanisch-koreanischer Produktion ist die einzige Serie, die ich derzeit sammle. Ansonsten lese ich auch gerne Fan-Comics (Doujinshi) und Mangas aus dem deutschsprachigen Raum.

Wie wirkt sich die weltweite Verbreitung auf die Weiterentwicklung der Mangas aus?
Mehr Verständnis für dieses Hobby, da auch immer mehr Erwachsene realisieren, dass Mangas eben nicht nur für Kinder sind, sondern durchaus auch Themen für ein älteres Publikum hergibt und ein Stück Kultur ist, was im Ursprungsland längst der Fall ist. In Amerika z.B. werden diverse Cosplayer auch bereits wie Stars gefeiert.

Manche Eltern oder Lehrpersonen mögen es nicht so gern, wenn die Kinder Mangas lesen. Welche Argumente könnte ein Kind anbringen, um die Erwachsenen umzustimmen?
Schwierig zu sagen, aber was spricht denn gegen Bildergeschichten?
Ich bin ja der Ansicht, dass Mangas durchaus auch die Kreativität fördern. Ausserdem vermitteln viele Geschichten auch Werte, die ein Kind auch im eigenen Sozialleben anwenden kann.

Zur Person:

Mein Name ist Simone Xie, ich bin gebürtige Baslerin und zeichne seit über 10 Jahren im Manga Stil.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an Zeichenwettbewerben publizierte ich im Zeitraum von 2006-2012 diverse Manga Kurzgeschichten bei deutschen Verlagen, u.a. TOKYOPOP und Carlsen Comics.

Seit 2008 führe ich auch Zeichen-Workshops für Kinder und Jugendliche durch. Antreffen kann man mich auf Conventions und Messen, wo ich Manga-Portraits und auch ein kleines Print-Sortiment anbiete.

Ich arbeite sowohl mit digitalen, als auch traditionellen Medien; eine besondere Vorliebe hege ich für Aquarell.

Viele Neuigkeiten und Einblicke in meine Arbeit (mit Skizzen und Zeichenzwischenschritten) findet man auf meiner Künstlerseite auf Facebook: http://facebook.com/simonexieofficial

Bildergalerie:
Artwork by Simone Xie
Artwork by Simone Xie
Artwork by Simone Xie

Freitag, 16. Oktober 2015

Second Hand


Sechs Ständer (und zwei Bücherkisten) sind verladen. Einen siebten Ständer mussten wir leider zurück lassen.
smh - Die Gemeindebibliothek Horw LU ist umgezogen. Im neuen Möblierungskonzept spielen Drehständer keine Rolle mehr, und wir konnten diese daher zu einem Freundschaftspreis übernehmen. Die grösste Herausforderung war dabei die Organisation des Transports.

Blick auf die Fensterfassade der neuen Gemeindebibliothek Horw. Rundherum ist Baustelle.
In Horw werden neu alle Comics in Trögen präsentiert.
Die Kinderabteilung der Gemeindebibliothek Horw von oben
Die Ständer sind wohlbehalten in Solothurn angekommen und warten auf ihre Verwendung.