Dienstag, 14. Juli 2015

Bibliotheken ohne Bücher oder was?


smh - Die Kantonsbibliothek Aarau hat auf Facebook folgenden (englisch-sprachigen) Artikel aus The Washington Post geteilt: Where are the books? Libraries under fire as they shift from print to digital

In diesem Artikel geht es darum, dass öffentliche Bibliotheken vermehrt auf ein elektronisches Angebot setzen. Da das Anschaffungsbudget gleich bleibt, und die digitalen Angebote deutlich teurer sind als Bücher aus Papier, steht automatisch für diese Bücher weniger Geld zur Verfügung.

Zusätzlich bieten moderne Bibliotheken ihren Nutzern gerne Räume an, in denen sie nicht nur - wie bisher - still lernen und lesen können, sondern in denen auch lebhafteren Beschäftigungen nachgegangen wird. Stichwort: die Bibliothek als Ort.

Wenn also weniger Geld und weniger Platz für gedruckte Bücher vorhanden ist, hat es logischerweise weniger Bücher in der Bibliothek.

In dem Artikel werden Personen mit unterschiedlichen Ansichten zitiert. Die einen freuen sich darüber, dass Bibliotheken ihr verstaubtes Image zurück lassen und mit der Zeit gehen. Die anderen vermissen die gedruckten Bücher und glauben, dass die aktuelle Entwicklung nicht nachhaltig ist.

Als Kantonsbibliothek sehe ich bei uns keine extreme Bewegung in Richtung digital: die Aufbewahrung unseres kulturellen Erbes ist - so mein Wissensstand - auf Papier viel besser gesichert.
In der Kinder- und Jugendabteilung steht ebenfalls ganz klar das gedruckte Buch im Vordergrund: kleine Kinder sind auf "Lernen durch Anfassen" programmiert, und lernen bei uns, wie man Seiten umblättert und zu Büchern Sorge trägt. Grössere Kinder vergleichen gerne die Dicke der gelesenen Bücher miteinander. Illustrationen, gerade auch in Jugendbüchern, werden immer wichtiger, was gegen klassische eBooks* spricht: eInk-Bildschirme** können Illustrationen nur sehr schlecht wiedergeben. 
Tablets*** sind in vielen Familien Teil des Alltags, aber an einem Kurs zu Bilderbuch-Apps**** wurde uns gesagt, dass für die Gutenachtgeschichte dann doch wieder auf das gedruckte Buch zurück gegriffen wird. 
Ich sehe den Nutzen von eBooks: für Vielleser/innen, Menschen mit Sehschwäche und natürlich für alle, die viel unterwegs sind. Der Bedarf an gedruckten Büchern bleibt aus meiner Sicht gross. Meine Familie ist ein gutes Beispiel für das Nebeneinander verschiedener Formate: wir haben einen eBook-Reader*****, und ich lese und höre auch gelegentlich Bücher auf meinem Smartphone******. Doch gedruckte Bücher spielen weiterhin eine dominante Rolle. Mein Sohn (15) lehnt eBooks völlig ab: das sind doch keine richtigen Bücher...
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt, in meiner Familie, in unserem Land, und weltweit. Manchmal ist Warten und Beobachten eine gute Strategie.

* Unter eBooks verstehe ich elektronisch lesbare Bücher, die auf einen eBook-Reader oder ein Tablet/Smartphone heruntergeladen und dort gelesen werden können.
** Unter einem eInk-Bildschirm verstehe ich die Bildschirme spezialisierter eBook-Reader, welche ein sehr ähnliches Leseerlebnis wie Papier ermöglichen und die Augen nicht ermüden, wie dies bei PC/Tablet/Smartphone-Bildschirmen der Fall ist. eInk-Bildschirme sind aber nur für die Wiedergabe von Text geeignet.
*** Tablets sind tastaturlose PCs, die sich besonders gut für die Wiedergabe von multimedialen Inhalten (Filme, Webseiten, Bilder) eignen. Mit Hilfe von Apps (kleine Spezialprogramme, die extra für Tablets und Smartphones entwickelt wurden) können darauf auch Bücher gelesen werden.
**** Unter Bilderbuch-Apps verstehe ich Apps, die speziell für kleine Kinder entwickelt wurden und manchmal auch auf einem bekannten Bilderbuch basieren.
***** Ein eBook-Reader ist ein Gerät, das auf die Wiedergabe von eBooks spezialisiert ist. Es ist handlich und leicht, sehr einfach zu bedienen, die Schriftgrösse lässt sie beliebt ändern, und man kann darauf eine unglaubliche Anzahl von Büchern speichern.
****** Ein Smartphone ist die Weiterentwicklung des Handys und man kann damit sehr viel mehr machen als "nur" telefonieren. Im Prinzip ist ein Smartphone ein Tablet im Kleinformat. Es soll Menschen geben, die noch keins haben.

PS. Ich weiss natürlich, dass diese Erklärungen grösstenteils überflüssig sind. Aber ich hatte viel Spass dabei, sie zu schreiben.

Samstag, 11. Juli 2015

Ferienpass Teil 1: die Schatzsucher sind los!

Aufbruch ins Ungewisse
smh - Auch dieses Jahr sind wir wieder dabei beim Solothurner Ferienpass.
Diese Woche zwaren zwei Gruppen von kleinen Abenteurer/innen bei uns im Haus unterwegs. Auf den Spuren des entführten Krokodils und des versteckten Schatzes erforschten sie geheimnisvolle Gänge, dunkle Keller und staubige Dachböden und hatten dabei viel Spass.
Angst hatte nur der Professor.
Der Professor (Bruno Durrer) instruiert seine Truppe