Donnerstag, 27. Februar 2014

Chesslete in der Kijubi


aw - Heute Morgen um 05:00 Uhr war das ein Scheppern, Läuten und Lärmen bei uns in der Bibliothek! Zur traditionellen Chesslete der Stadt Solothurn wollte natürlich auch unser Hausgespenst nicht fehlen. Als es nach dem Genuss von Mehlsuppe völlig  beduselt wieder in die Kijubi zurückschleichen wollte, haben wir es erwischt (Anmerkung des Gespensts für nächstes Jahr: Die Glocke unbedingt vor der Bibliothek schon loswerden, sonst scheppert es wieder so laut gegen die Bücherregale!).
Das Gespenst war durch seinen Mehlsuppen-Rausch so ausgelassen, dass wir um die Ruhe unserer Besucher fürchten mussten und es sicherheitshalber bis nach der Fasnacht (zu seiner eigenen Sicherheit natürlich) in unser Schaufenster sperrten.
Mehlsuppen-Ausnüchterungszelle quasi.

Ausgelassen singt es von da aus manchmal noch Schnitzelbänke. Diesen hier z.B. muss es letztes Jahr von den Solothurner Stedtlischiiissern aufgeschnappt haben:

Solothurnerlied Version 2.0

(Melodie: Joseph Haydn, Nationalhymne Deutschlands)

S lit es Stedtli wunderhübsch am blaue blaue Naarestrand
S gugget dr Santurse-Turm wit wit wit use über s Land.
Vo dr Oesch bis fasch uf Gränche
Vom Limpach bis zum Wissestei:
Überall nur Soledurn! - E Grossstadt, dasch alles was mir wei !



Aber jetz mal im Ernst. Diese tolle Schaufenster hat Alena gestaltet. Sie lernt diese Woche unsere Arbeit in der Bibliothek kennen und hat grosses Potential als Nachwuchsbibliothekarin.

Findus ist wieder ganz!

smh - Unser Maskotten Findus, welches ja leider "kaputt geliebt" wurde, ist wieder da!


Kijubi-Team-Mitglied Nicole Junod hat ihn uns heute zurück gebracht.

Die Wunden sind gut verheilt, und wir hoffen, dass er jetzt wieder für längere Zeit unversehrt unsere kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher beglücken darf.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Findus im Pech!


smh - Unser vielgeliebtes Maskottchen Findus hatte leider einen Unfall :-(

Er ist jetzt im Spital und wird bestens versorgt. Wir hoffen, dass er bald wieder zu uns zurück kommt.

Drückt ihm die Daumen!

Gleich nach dem Unglück erhielt Findus 1. Hilfe
Am meisten weh tut ihm der verletzte Schwanz




Freitag, 7. Februar 2014

Die unsichtbaren Helferinnen


smh - Jeden Abend stehen 2-3 gefüllte Bücherwagen sowie 2-4 Kisten voller Bilderbücher und Comics in der Kijubi - die zurückgebrachten Medien des vergangenen Tages.

Während das Kijubi-Team die CDs und DVDs meistens selber einräumt, werden wir beim Einräumen der Bücher von freiwilligen Helferinnen unterstützt.

Wenn also bei Türoffnung um 10 Uhr alle Medien wieder an ihrem Ort im Gestell stehen, so haben wir dies einer Gruppe engagierter Seniorinnen zu verdanken.

Gerne machen wir diese sonst so unsichbare Unterstützung einmal publik und sprechen hier an ganz öffentlicher Stelle ein grosses DANKESCHÖN aus!

Dienstag, 4. Februar 2014

Wie eine erfrischende Brise

smh - In "12 things to do before you crash and burn" von James Proimos habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Der 16jährige Erzähler beschreibt in kurzen Kapiteln und in schnodriger Sprache seine zweiwöchigen Zwangsferien in Baltimore, einer Stadt, die ihm unendlich langweilig erscheint.

Ich habe das dünne Bändchen mit dem frechen Titelblatt in einem Zug durchgelesen und mich dabei köstlich amüsiert.

Herc kann vor dem Lesenden nicht verbergen, dass sich hinter dem Zorn über seinen kürzlich verstorbenen Vater - "Er war ein Arschloch. Mein Vater war ein vollkommenes Arschloch." - eben auch ein grosser Schmerz über den Verlust verbirgt. Vielleicht weniger über den Verlust des Vaters, wie er ihn gekannt hat, als über den Verlust der Chance auf eine Veränderung in ihrer Beziehung.

Wie er diese zwei Wochen in Baltimore verlebt und verschläft, ständig schwankend zwischen Unsicherheit und Selbstüberschätzung, auf der Suche nach seiner Traumfrau (sie sass ihm im Zug auf der Hinreise gegenüber), und dabei eine Liste von unsinnig erscheinenden Aufgaben abarbeitet, die ihm sein Onkel aufgetragen hat, hat mir beim Lesen grossen Spass gemacht.

Es ist mir egal, dass die Handlung oft besser in einen Film als in eine realistische Geschichte passt, das macht für mich sogar einen Teil des Reizes aus. Und als Frau und Mutter eines Sohnes habe ich diesen Einblick in das komplexe Innenleben eines Jugendlichen zwischen Kind und Mann sehr genossen.


Sonntag, 2. Februar 2014

Zwei ganz besondere Bücher

smh - Es gibt Bücher, die kann man nicht einfach ins Gestell stellen. Sie würden zwischen den vielen andern Titeln sonst unter gehen. Darum stelle ich heute zwei solche Titel kurz vor.

"Die Sprache des Wassers" von Sarah Crossan erzählt die Geschichte der jungen Kasienka, die mit ihrer Mutter von Polen nach England auswandert. Es ist schwierig für sie, im fremden Land Anschluss zu finden.





Das Buch ist ein kleines Bändchen, und der Text sieht aus wie ein Gedicht, das sich nicht reimt. Die kurzen "Kapitel" lesen sich leicht und sprechen ohne Umweg über den Kopf direkt das Herz an.

Auch "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" von Kirsten Boie ist ein Buch, das unter die Haut geht. Boie wagt es, von Kindern aus Swasiland zu erzählen, die ein Leben führen, das wir uns hier im reichen Westeuropa nur schwer vorstellen können.

Trotzdem entsteht durch die Sprache sofort eine Identifikation mit diesen Heldinnen und Helden eines harten Alltags. Und obwohl die Autorin sich nicht scheut, schier unaussprechliches aufzubringen, nimmt sie den Kindern nie ihre Würde. Respekt.