Samstag, 11. November 2017

Feuerwehr und Polizei zu Gast in der Bibliothek

Immer wenn sich die Feuerwehrleute eine Pause gönnen,
klingelt schon wieder das Telefon...
smh - Eben noch waren wir alle ganz aufgeregt, und nun ist sie schon vorbei, die diesjährige Erzählnacht zum Thema "mutig, mutig". Wir hatten auf etwas mehr Publikum gehofft, aber die, die da waren, haben den Abend sichtlich genossen.

Und schon wieder hat der kleine Meyer seine Stulle vor allen andern aufgegessen.
Zuerst haben Angelika Wegmüller und ich Geschichten zu Feuerwehr und Polizei vorgelesen. Hier war die Schwierigkeit, dass die Geschichten nicht zu lang sein durften, und gleichzeitig für Kinder ab 5 als auch für etwas ältere interessant sein sollten. Ausserdem wollten wir gern ein möglichst realistisches Bild vermitteln.

Auf zum nächsten Einsatz!
So las ich zwei Geschichten aus "Kleine Polizei-Geschichten zum Vorlesen" von Rüdiger Bertram, während meine Kollegin das Bilderbuch "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" von Hannes Hüttner und Gerhard Lahr sowie eine kurze Geschichte zu "Feuerwehrfrauen" aus den "Feuerwehrgeschichten" von Beatrix Mannel wählte.

Jessica Lima Henrique und Maria Krekels am Buffet
 Das Pausen-Buffet mit den vielfältigen Backwaren, von den Mitarbeitenden der Bibliothek zur Verfügung gestellt, war natürlich ein grosser Erfolg.

Der Feuerwehr-Grittibänz fand grossen Anklang
Danach waren wir alle bereit für den Höhepunkt des Abends. David Rüfenacht von der freiwilligen Feuerwehr Zuchwil und Pascal Studer von der Kantonspolizei Solothurn, stellten sich den Fragen der Kinder und Erwachsenen. Dabei ging es teilweise sehr lebhaft und chaotisch zu, die Kinder überschlugen sich mit altklugen und phantasievollen Fragen, und auch die Erwachsenen vergassen ob der spannenden Ausführungen die Zeit.

Der Feuerwehrmann erklärt seine Ausrüstung.
Rechts im Bild Nicole Junod aus der Kijubi.
Zum Abschluss erhielten alle Anwesenden ein Velo-Licht und einen Leuchtstreifen geschenkt - sehr passend zur dunklen Jahreszeit.

Wie verhalte ich mich am Besten in einer gefährlichen Situation?
Sind Menschen, die gegen Feuer und Verbrechen kämpfen mutiger als andere?
Können Frauen das auch machen?
Ein alter und ein neuer Feuerwehr-Helm

Mittwoch, 8. November 2017

Erzählnacht zum Thema "mutig, mutig": Feuerwehr und Polizei zu Gast in der Bibliothek!


smh - Diesen Freitagabend ist es wieder soweit! Wir laden zur Erzählnacht in unsere Bibliothek ein. Wenn der Abend so spannend wird, wie die Vorbereitungen dazu, dann brauchen wir uns nicht zu sorgen.

Wir hatten nämlich die Idee, im Zusammenhang mit dem Thema "mutig, mutig" Menschen aus "mutigen" Berufen zu uns einzuladen. Sehr schnell erhielten wir die Zusage von einem Feuerwehrmann, der sich den Fragen der Kinder stellen möchte. Doch auf unsere Anfrage bei der Polizei erhielten wir lange keine Antwort - die Mail hat nämlich ihr Ziel gar nie erreicht! Als wir das endlich gemerkt haben, war es schon fast zu spät. Doch wir haben Glück: die Polizei zeigt sich als echter Freund und Helfer und schickt am Freitag Abend tatsächlich einen Polizisten vorbei.

Im ersten Teil des Programms werden die Kijubi-Bibliothekarinnen kurze Geschichten zu Mut und "mutigen" Berufen vorlesen. Danach gibt es ein Kuchenbüffet, damit wir gestärkt in den zweiten Teil gehen können: dem Besuch von Feuerwehr und Polizei in unserer Bibliothek.

Das Zielpublikum für diesen Anlass sind Kinder ab 5 Jahren. Wir sind schon ganz aufgeregt und haben uns allerhand Fragen überlegt, die wir den Gästen stellen möchten.

Hier noch der Link zum Flyer, mit Angaben zu Zeit und Ort: Erzählnacht in der Zentralbibliothek Solothurn

Dienstag, 7. November 2017

Abraxas ist ein Rabe...


 

smh - Abraxas ist der Rabe aus einem absoluten Lieblingsbuch meiner Kindheit, nämlich "Die kleine Hexe" von Otfried Preussler. ABRAXAS ist auch der Name des Kinder- und Jugendliteratur-Festivals in Zug, welches am 4. und 5. November 2017 zum 7. mal stattfand.

Bei der letzten Durchführung vor zwei Jahren war ich leider verhindert, dieses Jahr habe ich es zumindest am Sonntag nach Zug geschafft. Die Teilnahme am Festival ist kostenlos! Man muss aber Tickets reservieren, da die Plätze an den Veranstaltungen begrenzt sind. Das Zielpublikum sind ganz klar die Kinder. Man kann unter vielen sehr unterschiedlichen Angeboten auswählen, und mir fiel die Wahl schwer.


An der Film-Lesung liess ich mir von Thomas Binotto auf äusserst lebhafte Weise erklären, wie man Filme "liest" und dadurch beim Filme schauen noch mehr Spass hat. Wir erfuhren, wie Action entsteht, und was Suspense ist, wieso die Erfindung des Tonfilms für die Kameraführung ein Rückschritt war und wo überall sich Buster Keaton und Jackie Chan bei ihren gefährlichen Stunts verletzten.


Jörg Hilbert, der Erfinder von Ritter Rost, erzählte uns wie Ritter Rost, das Burgfräulein Bö und der Drache Koks zusammen einen Schatz suchen und dabei erfahren, dass "das allergrösste Glück" nicht für alle das Gleiche bedeutet. Der Autor sang uns auch ein paar Lieder vor, und begleitete sich selbst mit einer Gitarre aus der Ritterzeit.


Die Schweizer Autorin Annette Lory hat mit ihrem Text "Wäre ich eine Schlange, könnte ich in eine andere Haut schlüpfen" den diesjährigen Baarer Raben gewonnen. Dieser wurde ihr am 30. Oktober übergeben, begleitet von einer szenischen Lesung durch eine 6. Schulklasse aus Baar. Für uns haben die Sechstklässler diese Aufführung wiederholt. Die kindlichen Stimmen der Lesenden, kombiniert mit dem Schauspiel ihrer Altersgenossen, gaben dem bildhaften und berührenden Text um eine schwierige Familiensituation eine weitere Dimension. Die Geschichte wird als SJW-Heft erscheinen.


Am Stand von Autillus, dem Verein der Kinder- und Jugendbuchschaffenden der Schweiz, wurden Neuerscheinungen der Mitglieder präsentiert. Wer genau hinschaut, kann auf dem Bild mindestens einen Titel eines Solothurner Autoren erkennen.


Im Elternhort wurde ein Sinnes-Parcours versprochen. An mehreren Posten konnte man sich ein Bild davon machen, wie Texte und Buchstaben für Menschen aussehen, deren Sinneswahrnehmung von der Norm abweicht - pro Schulklasse sind davon 2-3 Kinder betroffen.


Das Festival fand in einer Schulanlage mitten in der Altstadt von Zug statt. Rechts vor dem Eingang ist das InfoMobil "Bücher auf Achse" zu sehen, eine kleine Bibliothek auf Rädern. Wie man sieht war das Wetter regnerisch - und somit ideales Lesewetter.

Ich hoffe, dass das Festival auch 2019 wieder durchgeführt wird. Damit das möglich wird, sind die Organisatoren auf Unterstützung angewiesen. So kann man zum Beispiel dem Verein beitreten, oder sich mit einer Spende an den Unkosten beteiligen.

Für weitere Informationen empfehle ich die Website: www.abraxas-festival.ch

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Endlich: die neue Website ist online!

So präsentiert sich die Kijbui auf der neuen Website der
Zentralbibliothek Solothurn
smh - Was lange währt wird endlich wahr: die neue Website der Zentralbibliothek ist aufgeschaltet. Unsere alte, rein text-basierte Seite hatte inzwischen schon fast Kultcharakter. Aber natürlich entsprach sie nicht mehr dem, was man heute vom Webauftritt einer Bibliothek erwartet. Wir hoffen, dass die neue Seite gefällt und die Informationsbedürfnisse unserer Nutzenden abdeckt.
Wir als Kijubi sind auf der neuen Seite unter > recherchieren & entdecken > Kinder & Jugend zu finden. Neben Informationen zur Suche im Katalog und zu unseren Dienstleistungen gibt es dort auch eine Rubrik > Empfehlungen aus der Kijubi.

Auf den Kijubi-Blog wird auf der neuen Website an prominenter Stelle verwiesen: ganz zuoberst auf der Seite, bei den permanenten Links!

Und so sah die Website Anfang dieser Woche noch aus

Freitag, 29. September 2017

Der krönende Abschluss einer Tagung, an der für einmal die Serien im Mittelpunkt standen

Christine Tresch im Gespräch mit Hans-Jürgen Feldhaus, Margit Auer und Carlo Meier
Foto: www.sikjm.ch
smh - Am 22. September 2017 erhielt das Kijubi-Team die Chance, gemeinsam an der SIKJM-Tagung zum Thema Serien und Serialität teilzunehmen. Mir war es ein grosses Vergnügen, diesen hochkarätigen Expertinnen und Experten dabei zuzuhören, wie sie in ihrer präzisen, wissenschaftlichen Sprache den Serien, gerade auch für Kinder und Jugendliche, ein Kränzchen wanden.

Auch mir scheinen Serien überaus wichtig beim Wecken von Leselust und beim Trainieren der Lesefähigkeit. Ausserdem lese ich selber gern Serien, da sie - wenn gut ausgeführt - ein vertieftes Eintauchen in eine literarische Welt und eine enge und langfristige Verbindung, manchmal sogar ein Mitwachsen mit den sich entwickelnden Charakteren ermöglichen.

Trotz dem anspruchsvollen Niveau der Vorträge war die Tagung alles andere als langweilig! Und zum Abschluss gab es noch einen ganz besonderen Höhepunkt: eine Autorin und zwei Autoren lasen uns aus ihrer jeweiligen Serie vor, und sprachen mit der Moderatorin über ihre Erfahrungen.

Mit Serien gewinnt man keine Preise, aber sie können sehr erfolgreich sein. Die drei anwesenden Schriftsteller wissen um die abschätzige Sprache, mit der Serien umschrieben werden, als Lesefutter, Massenware oder "Übergang zur richtigen Literatur".


Carlo Meier kann mit seinen Kaminski-Kids die grösste Anzahl Bände vorweisen. Er hat damals auf Anregung seiner Kinder mit dem Schreiben der Krimis begonnen, noch ohne Konzept für eine Serie. Heute sind seine Kinder erwachsen, doch er arbeitet weiterhin sowohl mit einer Gruppe Kinder als auch mit Fachpersonen aus der Kriminalistik, wenn er neue Bände schreibt. Und auch bei seinem neuen Projekt, die als Trilogie angelegte Jugendbuch-Serie Paradise Valley, setzt er auf Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Diese werden unter dem Namen ZoomCrew sogar auf dem Titel genannt. Schon bei der Vorbereitung hat er Jugendliche gefragt: Was würdet ihr lesen abgesehen von Whatsapp? Und bei etwas waren sich die Antwortenden offenbar einig: das neue Buch müsse in den USA handeln... Was es auch tut.


Margit Auer war vor ihrem Wechsel zur Schriftstellerei als freischaffende Journalistin tätig. Zuerst schien ihr der Einstieg in die Branche schwierig, doch dann kam ihre Idee zur Schule der magischen Tiere so gut an, dass eine Serie daraus wurde. Die Schule in ihren Büchern ist eine ganz normale. Das Besondere bringen die schottische Lehrerin und ihr Bruder mit, der die magischen Tiere in der ganzen Welt aufspürt und den Kindern mitbringt. In jedem Band erhalten zwei Kinder ihr magisches Tier. Und immer sind es Kinder, die es gerade besonders brauchen. Denn das magische Tier ist zwar auch zum Spass haben da, vor allem aber hilft es dem Kind, einen besonderen Lebensabschnitt zu bewältigen und wichtige Entwicklungsschritte zu machen. Diese Mischung aus Realismus und Magie kommt auch beim erwachsenen Publikum der Tagung gut an. Die Leserschaft von Frau Auer ist noch zu jung für Social Media: sie erhält ab und zu E-Mails, meistens aber handgeschriebene Briefe. Regelmässig wird sie von den Kindern um ein eigenes magisches Tier gebeten. Und die Fans sind besorgt: denn irgendwann werden alle Kinder der Klasse ihr Tier haben - und dann ist die Geschichte aus!


Hans-Jürgen Feldhaus ist ursprünglich Graphic Designer. Er macht daher auch wirklich alles an seinen Büchern, Text, Schrift und Bild. Im Gegensatz zu den bekannten Tagebüchern von Greg, mit denen er sein Werk nur ungern vergleicht, ist bei ihm der Text im Zentrum und das Bild der Kommentar. Sein jugendlicher Antiheld Jan ist in seinem Kopf entstanden, als er es überdrüssig wurde, Mathematik-Schulbücher zu illustrieren. Und so macht sich Jan dann auch in der vorgelesenen Stelle genau über die Mathe-Übungen lustig, die man in solchen Schulbüchern offenbar findet. Der Agentin reichte die Stimme in Feldhaus Kopf noch nicht zu einem Buch, sie wollte eine Geschichte. So reist Jan im ersten Band mit dem leeren Notizbuch, das er an Stelle des gewünschten iPads erhalten hat, mit seinen Eltern und der bösen grossen Schwester in die Ferien nach Italien. Und obwohl er zuerst behauptet, dort würde absolut nichts passieren, füllen sich die Seiten seines Notizbuchs langsam aber sicher mit seinen Kritzeleien in Text und Bild.

Samstag, 9. September 2017

Der Soundtrack der Kijubi

In der Kijubi darf es lebendig und lebhaft zugehen
smh - Manchmal hätte ich gern in unseren Räumen ein Aufnahmegerät installiert, um die Klänge aus dem Alltag der Kijubi festhalten und teilen zu können. Wahrscheinlich wäre das genau so unhöflich und verboten wie wenn ich heimlich Fotos machen würde - und von daher ist es gut, dass mir die technischen Möglichkeiten dazu fehlen. Trotzdem, ein bisschen Fantasieren über eine "mixed tape" CD mit Kijubi-Klängen erlaube ich mir.

Selbstverständlich sind nicht alle Klänge, die in der Kijubi ertönen, von der angenehmen und erhebenden Sorte. Es gibt auch traurige, wütende und müde-quengelnde Stimmen, sowohl auf Kinder, wie auf Erwachsenenseite. Und es scheint sogar Tage zu geben, wo dies - beeinflusst durch astronomische, klimatische und andere innere und äussere Gegebenheiten - sich spürbar häuft.

Allermeistens aber herrscht bei uns eine fröhlich-besinnlich-selbstvergessene Geräusch-Kulisse. Und die ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Am meisten Spass habe ich daran, wenn gesungen und vorgelesen wird. Manche Kinder erfinden kleine Lieder, während sie ein Buch betrachten oder etwas auswählen. Andere lassen sich vom gegebenen Anlass inspirieren. So höre ich immer wieder gesummte Versionen des Titelsongs zu den Drei ??? Kids, während das summende Kind in der Schublade mit den Drei ??? CDs stöbert.

Es ist immer schön, wenn erwachsene Anverwandte oder auch grössere Geschwister den jüngeren Kindern aus Bilderbüchern vorlesen. Wir würden es uns niemals anmassen, die Qualität einer solchen Lesung zu bewerten: es geht dabei ja weniger um eine Show als darum, mit dem Kind oder den Kindern in Beziehung zu sein. Es gibt jedoch durchaus Vorlesende, die mit ihrer Stimme oder ihrer Art des Erzählens ein erweitertes Publikum gewinnen. Kürzlich musste ich immer wieder heftig schmunzeln, weil ein Vater seinen Kindern aus dem schwarz-humorigen ABC der Schadenfreude vorlas.

Alle Kinder - ein ABC der Schadenfreude
gereimt und gesammelt von Martin Schmitz-Kuhl, mit Bildern von Anke Kuhl
Besonders häufig werden die Riesenbilderbücher vorgelesen, die bei den Stofftieren stehen und - zum Bedauern der Kinder, zur Erleichterung der Erwachsenen - nicht ausgeliehen werden können. So habe ich schon unzählige Aufführungen der Drei Räuber miterlebt - und, da geht es mir wie den Kindern, noch nie ist mir die Geschichte verleidet. Neu steht da auch die Maxi-Variante Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Diese Woche hatte ich gleich zweimal das Vergnügen zu hören, wie sich je ein ca. 3jähriges Mädchen das Bilderbuch selber zu Gemüte führte. Mit wunderschönen Wortverdrehern à la "hesch Du mir ufe Gagi kopfet?".

Die drei Räuber von Tomi Ungerer und
Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat
 von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch
Wie man sieht, wir werden hier tagtäglich bestens unterhalten. Ist es nicht schade, dass es davon niemals eine CD geben wird?

Bei uns gibt es wenig Verbote, doch längere Telefonate
empfinden wir tatsächlich als störend

Samstag, 2. September 2017

Füf Söili chöme z loufe..

aw - Endlich wieder Värslistunde!

Heute Morgen fand nach der Sommerpause nun endlich wider eine Värslistunde statt. Unser Thema heute waren die Tiere auf dem Bauernhof. Mit so vielen Menschen, dass wir schon fast keinen Platz mehr in der Kijubi hatten, haben wir viel gestampft, geklatscht und Fingerverse geübt.

Für alle die heute Morgen nicht dabei sein hier noch das Minibook mit allen Versen zum downloaden.

Die nächste Värslistunde findet am 4. November 2017 um 09:30 statt.